Technischer Modellbauer / Technische Modellbauerin

Was machen Technische Modellbauer/-innen?

Bevor ein Hochhaus errichtet, ein Schiff gebaut wird oder ein Auto in Serie geht, stellen Modellbauer ein verkleinertes, aber detail- und ma√üstabsgetreues Modell her. So k√∂nnen sich Kunden und Hersteller genau vorstellen, wie ihr Produkt einmal aussehen wird. Anhand der Modelle von Armaturenbrettern, Kindersitzen oder Haushaltsger√§ten k√∂nnen die Hersteller feststellen, ob ihre Produkte tats√§chlich auch f√ľr die sp√§teren Nutzer geeignet sind. Modellbauer stellen aber auch Produktionsformen her, in die Metall gegossen wird, um z.B. Motoren- oder Maschinenteile herzustellen. Dabei arbeiten sie eng mit Konstrukteuren und Ingenieuren zusammen. Modellbauer werden in einer der beiden Fachrichtungen ausgebildet:

  • Anschauungsmodellbau
  • Produktionsmodellbau

Technische Modellbauer / Technische Modellbauerinnen…

  • fertigen Skizzen und Zeichnungen an
  • lesen Konstruktionszeichnungen
  • be- und verarbeiten Holz- und Holzwerkstoffe und s√§gen, hobeln oder schleifen
  • be- und verarbeiten Metalle und fertigen z.B. Gewinde an
  • bearbeiten und verformen Kunststoffe wie z.B. Kunststoffteile
  • verarbeiten Kunstharze und Gips
  • pr√ľfen und messen mit Hilfe von Messger√§ten z.B. Form- und Lageabweichungen
  • stellen Modelle her und halten sie instand
  • behandeln Oberfl√§chen nach verschiedenen Techniken

Modellbauer/-innen der Fachrichtung Anschauung …

Weitere Informationen finden Sie hier
  • beraten Kunden
  • fertigen Pl√§ne an
  • be- und verarbeiten spezifische Werkstoffe
  • stellen Anschauungsmodelle her, wie z.B. Architekturmodelle, Maschinen, Fahrzeugmodelle oder Designmodelle
  • gestalten Anschauungsmodelle z.B. nach historischen Stilen mit geeigneten Farben und Werkstoffen

Modellbauer/-innen der Fachrichtung Karosserie und Produktion …

Weitere Informationen finden Sie hier
  • fertigen Pl√§ne an
  • stellen Gie√üereimodelle, Dauerformen oder Karosseriemodelle her
  • entwickeln Produktionsmodelle

Modellbauer/-innen arbeiten f√ľr …

  • Modellbaubetriebe des Handwerks
  • Modellbauwerkst√§tten der Maschinen-, Gie√üerei-, Fahrzeugindustrie

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

F√ľr wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten …

  • genau und sorgf√§ltig arbeiten k√∂nnen
  • r√§umliches Vorstellungs- und Farbsehverm√∂gen haben
  • kreativ sein
  • Geduld haben, auch wenn etwas nicht gleich klappt

Die Ausbildung ist nicht geeignet bei …

  • Empfindlichkeit oder Allergien gegen√ľber bestimmten L√∂sungsmitteln

Was ist besonders gut?

  • die sehr kreative und vielseitige T√§tigkeit
  • mit den neuesten technischen Entwicklungen vertraut zu sein

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grunds√§tzlich ist keine bestimmte Vorbildung f√ľr den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber den Hauptschulabschluss. Manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Ausbildungsbetrieb und Azubi entscheiden, in welcher der beiden Fachrichtungen die Ausbildung erfolgt:

  • Produktionsmodellbau
  • Anschauungsmodellbau

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenpr√ľfung statt. Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Gesellenpr√ľfung.

Ausbildungsverg√ľtung

Die H√∂he der Ausbildungsverg√ľtung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverb√§nde und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie w√§hrend und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie k√∂nnen Ihnen genaue Ausk√ľnfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft f√ľr Ihren Ausbildungsberuf zust√§ndig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaft oder Innung, beim Berufsverband oder auch beim Arbeitsamt vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht es weiter, beispielsweise als Modellbaumeister. Ziel kann nat√ľrlich auch die berufliche Selbst√§ndigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbst√§ndiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelm√§√üig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrg√§nge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z.B.

  • Kunststoffbearbeitung und -verarbeitung
  • Holzbearbeitungs- und verarbeitungsmaschinen
  • Konstruktion

Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich f√ľr die Ausbildung von Azubis)
  • Modellbaumeister/-in
  • Industriemeister/-in Fachrichtung Holzverarbeitung
  • Technische/-r Fachwirt/-in
  • Techniker/in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u.a.

  • Bachelor of Engineering (fr√ľher Dipl.-Ingenieur/-in Maschinenbau (FH))

Kurzinfo

Modellbauer/-innen …

… stellen Architektur-, Gie√üerei-, Fahrzeug- und andere Modelle her, be- und verarbeiten Holz, Metalle, Kunststoffe und Kunstharze. Die Ausbildung erfolgt in einer der beiden Fachrichtungen: Produktionsmodellbau, Anschauungsmodellbau

Besonders gut ist …

… die sehr kreative und vielseitige T√§tigkeit und mit den neuesten technischen Entwicklungen vertraut zu sein

Bewerber/-innen sollten …

… genau und sorgf√§ltig arbeiten k√∂nnen, r√§umliches Vorstellungs- und Farbsehverm√∂gen haben, kreativ sein, Geduld haben, auch wenn etwas nicht gleich klappt

Dauer der Ausbildung?

3,5 Jahre

Wer bildet aus?

Modellbaubetriebe des Handwerks, Modellbauwerkstätten der Maschinen-, Gießerei-, Fahrzeugindustrie

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Ausk√ľnfte dazu geben Kammer, Innung, Arbeitsamt, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich f√ľr die Ausbildung von Azubis), Modellbaumeister/-in, Industriemeister/-in Fachrichtung, Holzverarbeitung, Technische/-r Fachwirt/-in

Die Inhalte dieses Berufsbildes beruhen auf Informationen des Bundesministeriums f√ľr Wirtschaft und Technologie.

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